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Fettabbau: Wieso sind Marathonis superschlank?

Wieso sind Marathonis superschlank? Bild: pixelio.de/Markus Walther, StockByte, PAGE werbungmarketing.designFrank schreibt

Hallo,

ich habe mit Interesse die Fragen und Anworten zum Thema »Warum nehme ich nicht ab, ich tue sooo viel?!« gelesen. Wieso sind eigentlich Marathonläufer so superschlank, wenn zu viel Ausdauersport doch dafür sorgt, dass im Rahmen der katabolen Phase Muskeln abgebaut und Fett eingelagert wird? Da widerspricht sich doch etwas, oder?
Vielen Dank vorab für die Info!

Grüße aus Bensheim,
Frank

Andreas Scholz antwortet

Hallo Frank,

Marathonläufer haben meistens wenig Muskelmasse und verbrennen ihr Fett durch die langen Trainingseinheiten. Bild: pixelio.de/Albrecht E. ArnoldMarathonläufer haben meistens wenig Muskelmasse und verbrennen ihr Fett durch die langen Trainingseinheiten. Im Gegensatz zu Fitnesssportlern trainieren Marathonläufer ihren Fettstoffwechsel mit ökonomischem Ziel und nicht wie Fitnesssportler mit dem Ziel der maximalen Fettverbrennung. Insgesamt ist also der Energieverbrauch aufgrund der Trainingsdauer  höher. Cortisol wird hauptsächlich bei zu intensivem Training gebildet. Gut trainierte Marathonläufer periodisieren ihr Training, so dass es gar nicht zu Übertraining kommen sollte. Das gleiche empfehlen wir – nur mit anderem Ziel.
Marathonläufer erhalten durch die Beanspruchung beim Laufen ihre Muskeln und geben ihrem Körper einen Reiz, ein Minimum an Muskulatur für die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Je nach Intensität der sportlichen Leistung und persönlichem Trainingszustand werden vermehrt Kohlenhydrate oder Fett verbrannt (extensive oder intensive Belastung). Gut trainierte Marathonis laufen zumeist »auf dem Fett« und geben am Schluss mithilfe der gespeicherten Kohlenhydrate nochmal Gas. Ein gut trainierter Sportler kann ca. 500 Gramm Kohlenhydrate in den Muskeln und in der Leber speichern.
Ausdauersportler, vor allem Marathonläufer, besitzen einen größeren Anteil an intramuskulärem Fett als normale Menschen, da sie gezielt Fette zur Energiegewinnung heranziehen müssen. Durch ihren hohen Energieverbrauch, guten Fettstoffwechsel sowie durch das Heranziehen von Fett als Energiequelle ist es schwer, wirklich Fettdepots aufzubauen. Natürlich gilt das nur, wenn sich der Marathoni angepasst an Training und Wettkampf auch entsprechend ernährt. Training ist beim Marathon fünf- bis zehnmal pro Woche; die Nährstoffe müssen 45 bis 55 mal pro Woche zugeführt werden.
Eines ist aber sicher: Ein Marathonläufer wird durch sein Trainingspensum und gezieltes Training der roten Muskelfasern (langsam kontrahierende) kein wirkliches massives Aussehen erreichen. Dazu ist eher das Training der weißen Muskelfasern (schnell kontrahierende) geeignet.


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Das Prinzhausen-Prinzip ist eine spezielle Ernährungsstrategie mit dem Ziel der Steigerung der Ausdauerleistung... Kernstück ist die phasenhafte Anpassung der Ernährung an die Belastungsintensität im Basistraining sowie das Einstellen spezieller Stoffwechselsituationen in der Wettkampfvorbereitung. Dadurch kann der Stoffwechsel gezielt auf Ausdauerleistung getrimmt werden. Enormen Praxisbezug erhält das Buch dadurch, dass man das Prinzhausen-Prinzip jederzeit an jeden Ausdauertrainingsplan angepassen kann...
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Gruß,
Andreas Scholz

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